14 Sep 2009
von Arnold
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Navigon auf dem iPhone im 1.900 km Test

Knapp 1.900 Kilometer sollten reichen, um eine Anwendung die es sich zur Aufgabe gemacht hat - immer den richtigen Weg anzuzeigen - beurteilen zu können. Na dann...

Zuerst also die Route die ich innerhalb einer Woche gefahren bin.


Die erste Strecke zwischen Ulm und Lüneburg ist etwas langweilig - es geht erstmal auf der A7 ganz weit hoch - dann ein Abschnitt mit Bundesstrasse und schließlich ein Vorort von Lüneburg. Keine Probleme mit dem Navi auf dem iPhone. Mein bisheriger Ladeadapter (Zigarettenanzünder-USB mit 0.6 A Ladestrom) verrichtet seinen Dienst. Das iPhone wird mit Strom versorgt - wie aktuell, kann ich während der Navigation nur schätzen, da ich "vollgeladen" gestartet bin. (Ladeprobleme siehe hier)

Die erste Herausforderung: Bremen. Hier war ich noch nie - daher musste die Navilösung alles hergeben. Ankunft gegen 15:00 Uhr - einsetzender Berufsverkehr - GPS sitzt, wackelt und hat Luft. Keine Probleme mit dem GPS Signal. Leider in der Navigationslogik. Da ich die Gegend nicht kenne - muss ich mich auf die Ansagen verlassen können. Diese kommen auch sofort und sind verständlich, allerdings werde ich von der B6 auf die Autobahn befördert um die nächste Ausfahrt zu nehmen um unten an der Ampel wieder auf die B6 abzubiegen. Leider hat man die Kreuzung umgebaut sodass es nur geradeaus ging. Eine etwas verwirrende Situation.

Würde man die B6 weiterfahren und nicht auf die Autobahn ausweichen - bingo - das Hotel wäre zu sehen. Eine instinktiv gefahre "Schleife" bringt mich wieder in einen Navi-kennt-sich-aus Modus und so kommen wir zum Hotel.

Es folgt ein Ausflug nach Cuxhaven - also aus Bremen raus und wieder zurück. Diesmal keine Probleme, da ich nun weiß, dass ich auf die B6 soll. Ansonsten keine Probleme.

Und weitergehts nach Köln via Pott. Aber, nicht auf der A1 sondern über die A28 und A31. Der Grund ist einfach: ich fahre Wochentags und die A1 besteht zur Zeit aus einer großen Baustelle. Ich möchte aber vorankommen und so nehmen wir 50 Kilometer Umweg. Routenoptionen mit Zwischenzielen damit nicht die kürzeste Route gerechnet wird - kein Problem. Ich erhalte mehrere Anrufe noch auf der A31 - die Navilösung schaltet sich ab und nach dem Gespräch wieder ein und fährt fort mit der Navigation.

Wir kommen an Ratigen vorbei und hier muss das iPhone alles geben. WO ist das Outlet? Erst die Suche via Safari - Adresse aus Google-Maps ins Navigion via Papierzettel (hallo Entwickler - wie wäre es mit einer Kopierfunktion?) geschrieben. Route eingegeben und schnell via Ratingen Stadt dorthin. Klappt.

Weiter gehts nach Köln. Freitag Nachmittag - die Blechlawine rollt. Teilweise 4 Spuren in eine Richtung mit 20 km/h aber kein Stillstand. Erstaunlich wie Navigon in den Tunnels die letzte gefahrene Geschwindigkeit mitberechnet sodass Ausfahrten nach den Tunnels auch korrekt auf dem iPhone angezeigt werden - wo definitiv kein GPS Signal vorhanden ist!

In Köln angekommen fahre ich von der Zoo-Brücke runter - wohl ein wenig zu schnell für das GPS Signal - das schickt mich nach links obwohl ich unten rechts fahren sollte. Als ich nun links abgebogen bin kam das berühmte "bitte Wenden" und schon waren wir wieder im Plan. Ich sollte langsamer fahren :)

Von Köln geht es weiter nach Heidelberg. Da wir nun an einem Sonntag unterwegs sind, nehme ich die schnellste Route ohne besondere Zwischenziele. Keine Probleme - 50 km/h in der Stadt und das GPS Signal weiß Bescheid. In Heidelberg ohne Probleme angekommen.

Von Heidelberg geht es zurück nach Ulm - allerdings nicht via A5 und A8 sondern via Heilbronn (A81) und dann Stuttgart A8. Der Grund war eine größere Baustelle auf der A5 die für Behinderungen sorgte. Auf der A8 zwischen Pforzheim und Stuttgart fahre ich ebenso ungern - daher der kleine Umweg.

Fazit:


Ich habe endlich ein Gerät welches für alle Zwecke gut benutzt werden kann. Ich kann damit meine Mails abrufen und verschicken, ich kann mir Informationen aus dem Internet besorgen und ich kann das als Navi benutzen. Ja, man kann damit sogar telefonieren. Ich habe nun Deutschland durchquert und Städte befahren die ich zuvor nur von der Landkarte kannte. Überall konnte ich mit der iPhone + Navigon Lösung sehr gut zurecht kommen. Manchmal musste ich 2-3 Mal mehr abbiegen als es notwendig wäre, aber das ist es mir Wert.

Sobald die Halterung von TomTom auf den Markt kommt und sie mit der Navigon Software kompatibel ist - werde ich sie wohl kaufen da mir die jetzige Kabelverbindung nicht 100% gefällt. Mehr dazu im hier.

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